Grüß Gott

Meine Name ist Petra Kannchen,ich bin evangelisch und wohne in Hessen.
In diesem Blog geht es um das Thema Glauben und Kirche.
Aber nicht als staubtrockene Belehrungen sondern ganz praktisch und manchmal auch mit einem Augenzwinkern.


Sonntag, 19. März 2017

Eine andere Welt


Dieser moderne Pavillon  ist der Eingang zum Bergkloster Bestwig.Überhaupt nicht wie man sich eigentlich eine Klosterpforte vorstellt.Klöster sind für mich eher alte Backsteinbauten mit einer großen,massiven Holztür.Ich war überrascht,doch dieser Eingang passt wunderbar zum Kloster.Es ist ein moderner,heller Bau und doch betritt man eine andere Welt.Die Atmosphäre ist spürbar anders,ruhiger,freundlicher und liebevoller.
Für meine reale Welt wünsche ich mir auch oft so eine Tür,die man aufmacht und in eine andere Welt eintreten kann.Meine Umwelt empfinde ich im Augenblick zu hektisch,laut und unfreundlich.Jeder ist mit sich beschäftigt.Ich wage mal jetzt zu behaupten,das es daran liegt,das unsere Zeit fast nicht mehr religiös geprägt ist.Wir leben nicht mehr nach den Jahreszeiten,geschweige denn nachdem Kirchenjahr.Im Moment haben wir Fastenzeit.Eine Vorbereitungszeit auf Ostern hin.Eine Zeit der inneren Einkehr,Besinnung und Umkehr.Doch nur wenige wissen was die Fastenzeit bedeutet.Da verzichtet man auf bestimmte Speisen,nimmt proforma an Fastenaktionen teil,weil es gerade hipp ist oder macht  Exerzitien.Doch oft ist es nur äußerlich,innerlich bleibt man gleich.Ich schließe mich da nicht aus.In diesem Jahr wollte ich die Fastenzeit eigentlich dafür nutzen,mehr zur Ruhe zu kommen,alles langsamer angehen zu lassen,mehr zu schweigen und still und ruhig meinen Weg zu gehen.Heute beginnt die 3. Fastenwoche und irgendwie ist noch alles beim Alten.Ich habe es gerade geschafft,meine Planerei ab zu schaffen.Halt,gerade geschafft?Was ist denn das jetzt?Wie war das mit der Ruhe?Erwischt,in dem Satz steckt schon wieder Unruhe und Hetze drin.
Ich habe es geschafft,meine Planerei abzuschaffen.Schlicht und einfach.
Also,werde ich in der vor mir liegenden Woche vornehmen,den inneren Kritiker raus zu werfen und den Beobachter ein zu laden.Alles darf sein,alles ist gut so wie es ist.Einfach den Moment,das Gefühl wahrnehmen und einfach so stehen lassen.Bei mir,bei den anderen.
Ich fühle mich gerade so und so,ich empfinde es so und so,alles gut.Mein Mitmensch macht gerade das oder das,sagt dieses oder jenes,aha auch gut.
Es wird eine Herausforderung für mich sein,da ich dazu neige alles schnell zu analysieren,kommentieren und zu kritisieren.Doch mit Gottes Hilfe schaffe ich das.Denn nicht ich plane mein Leben und richte,sondern alles liegt in Gottes Hand.Es ist so einfach und doch so schwer,Gottvertrauen zu haben.
Ich schließe meinen Post mit einem Taizelied nach einem Text von Teresa von Avila,einem meiner Lieblinglieder

Nada te turbe,
nada te espante;quin a Dios tenne,
nada le falta.
Nada te turbe,nada te espante:
Solo Diosa basta.

Oder auf deutsch
Nichts soll dich ängstigen,nichts dich erschrecken,
wer sich an Gott hält,dem wird nichts fehlen.
Nichts soll dich ängstigen,nichts dich erschrecken:
Gott allein genügt.

Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche und Gottes Segen sei mit Euch.

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